von Norbert Heymann
Deutsche Schachjugend sucht die Schachlehrer/Schachlehrerin des Jahres
Quelle: Homepage DSB
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von Norbert Heymann
LEM Schnellschach Nachwuchs 2018
Hallo Schachfreunde,
leider ist es mir nicht möglich, jedem eine persönliche Einladung zur Schnellschach LEM 2018 des Nachwuchses zu übersenden. Diese Ausschreibung wurde und wird sowohl auf der Seite des LSBB.de als auch der jugendschach-in-brandenburg.de publiziert. Hier ist eine Übersicht der aktuellen Meldungen zu finden. Am 2. Oktober 2018 ist Meldeschluss, definitiv! Es werden danach KEINE Meldungen mehr angenommen und sollte die Teilnehmerzahl insgesamt unter 30 Spielern liegen, findet die LEM auch nicht statt! Es hilft nicht, dass mir Meldungen zugesandt werden: wir werden mit 10-12 Teilnehmern oder mit einer Vielzahl antreten. Meldet die Spieler, die Euch bekannt sind und das bitte möglichst per Email, damit ein ordentlicher Meldeablauf und -nachweis möglich ist. Gern nehme ich auch Meldungen des Südens und Ostens an. Ach ja, für 2019 wird wieder ein Ausrichter gesucht Süden oder Osten wenn nicht schon dort durchgeführt wurde??? In diesem Zuge auf die immer wieder hochkommende Frage: Warum tut der Landesjugendwart nichts? meine Antwort Warum kommen keine Anfragen an mich und warum gibt es keine Regionalverantwortlichen, die sich bei mir melden (und hier sind alle Regionen gefragt!! Ich kenne die Leute der Spielkommission und die regelmäßig bei der LEM dabei sind!) Eigentlich wollen wir doch ALLE (so denke ich) nur die Kinder und Jugendlichen Schach spielen lassen, aber mir scheint, dass die persönlichen Befindlichkeiten vorgehen. Ich kann auch gerne meine Arbeit, die ja keine ist, anderen überlassen. Meldungen hierzu bitte zeitnah an das Präsidium, damit es gleich zur nächsten Mitgliederversammlung geklärt werden kann. Ich sage es offen: Ich habe keine Lust, dass mir die wenigen für Viele nicht ersichtlichen Erfolge von Dritten kaputt gemacht werden. Dazu gehört auch, dass man auf bundesweiten Wettkämpfen trotz bestehender Differenzen einen Schulterschluss zeigt und sich nicht untereinander diffamiert (und hierzu gehören auch blöde Anfragen beim Veranstalter). Ich erwarte von meinen Vertretern des Landesverbandes FairPlay (wie u.a. von der DSJ publiziert und da stehe ich zu 100 % dahinter), besonders wenn wir uns national bewegen! Und hätten wir ein Miteinander statt ständig nur Stress, könnte das sogar funktionieren. In diesem Sinne: Ich hoffe auf eine LEM Schnellschach und Zusammenarbeit.
Mit freundlichen Grüßen
Martina Sauer, Landesjugendwart, Öffentlichkeitsreferentin des schachspielenden Brandenburger Nachwuchses
von Norbert Heymann
Max-Planck-Forschungsprojekt - Interactive Brains, SocialMinds (EEG-Schachstudie)
Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung suchte für eine EEG-Studie ca. 40 Schachspieler. Während einer Schachpartie war geplant, zahlreiche Messungen (insbesondere Elektroenzephalografiemessungen) vorzunehmen. An dieser Studie nahm ich gerne teil. Vor allem interessierte ich mich für die Auswertungsergebnisse. Pünktlich wurde ich von zwei freundlichen & jungen Damen am Empfang abgeholt. Beide sind für die Betreuung der Probanden und Durchführung des Experiments verantwortlich. Gleichzeitig lernte ich meinen Schachpartner kennen. Ein mexikanischer Doktorand mit einer soliden DWZ von 1881. Es war eine angenehme Atmosphäre! Anfangs wurden wir über den generellen Ablauf informiert. Es gab Getränke, Kekse und einige Formulare zum Ausfüllen. Die Fragen waren von allgemeiner Natur. Ich musste Auskunft geben über meinen Gemütszustand, meine Schachaktivitäten (insbesondere Umgang mit Verlustpartien und Turniererfahrungen) sowie grundsätzliche Angaben zu meiner Person. Danach begann die Verkabelung. Ich will mich nicht beklagen. Als Informatiker wollte ich schon immer mal an einem Computer angeschlossen werden. Aber - es waren wirklich viele Kabel! Neben den Sensoren am Kopf sollten Herz, Brustkorb, Rücken und Hände angeschlossen werden. Alle Kontakte waren nichtinvasiv. Die Sensoren bzw. Kontakte wurden teilweise mit einem Gel unterstützt. Ich fühlte mich als Patient und die beiden Wissenschaftlerinnen nicht minder als Krankenschwestern. So verkabelt ging es dann ganz vorsichtig gehend in den Versuchsraum. Hier wurden wir nun endgültig an die Aufzeichnungsgeräte angeschlossen. Der besonders abgeschirmte Raum wirkte wie ein Bunker. Die mit Hydraulik verbundenen Doppeltüren sahen bedrohlich aus. Es gab kein Fenster. Nach ca. 50 Minuten blieben wir allein zurück. Lediglich per Kamera, Mikrofon und Kabel waren wir nun verbunden. Zwischen uns der Tisch mit einem hochwertigem Schachspiel in üblicher Turniergröße.Es war insgesamt sehr unbequem. Die Bewegungsfreiheit wurde sehr eingeschränkt. Wir spürten die Kontakte überall. Eine normale Turnieratmosphäre war so nicht herzustellen. Vor Partiebeginn führten wir Entspannungsübungen durch. Die Kommandos dazu kamen per Mikrofon. Dann endlich begann das Spiel. Wir würfelten nicht um die Farbwahl. So wie wir saßen spielten wir auch. Ich spielte mit Schwarz meine geliebte Aljechin-Verteidigung. Wir hatten eine Zeitvorgabe von jeweils 30 Minuten. Bereits nach wenigen Zügen wurde ich per Mikrofon angesprochen. Die Messergebnisse am linken Arm waren gestört. Ich sollte mich nicht auf ihn stützen. Beide Arme mussten entspannt auf dem Tisch liegen. Ich achtete nun während der gesamten Partie darauf. Natürlich ging es mir auch um eine normale Atmung und Herzfrequenz. Ich versuchte nun die Messergebnisse zu beeinflussen. Ich dachte immer wieder über meinen Gemütszustand nach. Wollte ich doch als Proband ganz normal erscheinen. Die Partie war dennoch spannend. Sein schwarzfeldiger Läufer auf b2 spielte lange nicht mit.Ich blockierte seinen Bauern auf d4 mit d5. Allerdings saß auch mein Läufer auf f8 fest. Unsere Zeitkonten waren ziemlich identisch. Bei Partieende blieben uns jeweils 1,5 Minuten. Das Damenendspiel mit Läufer gegen meinen Springer war sehr schwer zu gewinnen. Wir einigten uns auf Remis! Zum Abschluss der Partie gab es erneut Entspannungsübungen. Die Aufzeichnungen sollten vermutlich den Unterschied verdeutlichen. Schließlich wurden wir von allen Kabeln und Sensoren befreit. Eine sehr schöne Erfahrung! Wir durften nun unsere Haare waschen. Das Gel musste entfernt werden.Abschließend beantworteten wir wieder einige Fragen zur Gesamtverfassung (u.a. Müdigkeit, Nervosität während der Partie usw.). Die Teilnahme am Experiment war für mich eine Bereicherung. Mein mexikanischer Gegner nahm es genauso sportlich. Ich habe ihn natürlich gleich auf das Falkenseer Open hingewiesen. Das Gehirnströme beider Spieler sich während der gemeinsamen Partie synchronisieren, soll hier u.a. nachgewiesen werden. Ich bin gespannt auf die zahlreichen Erkenntnisse. Ca. in einem Jahr werden alle Probanden darüber informiert.
Mario Oberling
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