10 Jahre lsbb.de
von Norbert Heymann
Am 7. März 2001 startete mit „lsbb.de“ die zweite Internetpräsenz des Landesschachbundes Brandenburg. Monatlich werden die Informationsangebote ca. 30.000 Mal aufgerufen, was bei gut 1.800 Mitgliedern schon beachtlich ist. Begonnen hat das Internetzeitalter in unserem Verband jedoch schon vier Jahre zuvor. Thomas Noack richtete seinerzeit die erste LSBB-Internetadresse http://home.t-online.de/home/THONO/start.htm ein, die jedoch nicht mehr existiert. Er war es auch, der vor zehn Jahren die Domain „lsbb.de“ sicherte und auch privat finanzierte. Bei „ffoschach.de“ tut er das bis heute. Auch dafür herzlichen Dank. Aus bescheidenen Anfängen hat sich die LSBB-Seite gut entwickelt und wird heute als Informationsquelle gern genutzt. Weniger Lob gibt es für die Aufmachung…. Im Jahr 1997, zu einer Zeit, als an die Buchstaben „Inter“ noch eher „shop“, oder „tank“ und weniger „net“ herangehängt wurden, konnten wir im Verkündungsorgan eine gar wundersame Geschichte lesen:
Der Beginn des LSBB-Internetzeitalters 1997...
…es war einmal ... vor nicht langer Zeit, da machte sich ein gar nicht mehr ganz so junger Schachfreund aus dem Frankfurt/Oderland auf in das ferne Land des Frankenweines und der Bajuwaren. Ein Schachfreund eines gar mächtigen, überregionalen Schachbundes hatte gerufen und alle, na ja, fast alle kamen, die entfernt oder auch ganz nah mit dem Referate namens Öffentlichkeitsarbeit zu tun hatten. Von diesem gar seltenen Treffen hatte unser Held von seinem Vorgänger schon manch sagenhaftes gehört und er ahnte auch nicht, dass ihm böses widerführe, wenn er sich einverstanden erklärte, seinen Landesschachbund in eine goldene Medienzukunft zu führen. Der Schachfreund des gar mächtigen, überregionalen Schachbundes erwähnte immer wieder so wohlklingende Worte wie „Datenautobahn“, „Internet“, „Homepage“ und andere Dinge, die wie von Zauberhand geleitet, alle Schachfreunde zu mehr Freude und Information verhelfen sollten. Ins Frankfurt/Oderland zurückgekehrt machte er sich auch gleich ans Werk, legte sich einen Briefkasten zu, den er nie zu Gesicht bekommen sollte und sprach mit dieser Schachfreundin und jenem Schachfreund über dieses sagenumwobene Land, in dem in Mausklickschnelle die große weite Schachwelt von Spanien (Chess Olé) bis China daheim in seinem PC (Plima Computel) zu Hause sei. Oh, hätte er doch nur geahnt, welch Ungemach er seinem Kopfkissen samt Zudeck im (fast)ehelichen Schlafgemach bereiten würde. Je mehr Fortschritte er in seinem neuen Hobby machte, desto seltener bekam das Utensil, welches auch Frau Holle bisweilen benutzt, hautnahen Kontakt mit ihm. Doch eines Tages war es dann soweit. Nach Vorarbeit einer Schachfreundin aus dem Wald nahe der Oder und Nacharbeit eines Schachfreundes aus dem Frankfurt/Oderland war das Werk vollbracht. Die stolzen Eltern überlegten nicht lange und nannten ihr Erstgeborenes „Heimseite“ des LSBB. Und da in der Medienzukunft die Muttersprache von Königin Elisabeth benutzt wird, konnten auch unsere drei Helden nicht abseits stehen. Und so wurde aus „Heimseite“ kurzerhand und lang gedacht „Homepage“. Dort standen sie nun, betrachteten auf einem fernseherähnlichen Rechteck voller Bewunderung und Selbststolz das Ergebnis ihrer Bemühungen und konnten sich nicht satt sehen. Und wenn sie nicht durch Zeitüberschreitung verloren haben, dann stehen sie immer noch dort.
Norbert Heymann (Fabel-hafter Referent für Öffentlichkeitsarbeit)
Anm.: Besondere Verdienste um die Erstellung unserer ersten Internetpräsenz haben sich Marion Thul und Thomas Noack erworben. Vielen Dank dafür.
03.03./17. 02./2
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