Alfred Schlya geht von Bord

von Norbert Heymann

Naja, nicht ganz. Dem Deutschen Schachbund bleibt er als Ehrenpräsident erhalten. Auf Antrag der bayerischen Fraktion wurde die Wahl zum Ehrenpräsidenten geheim durchgeführt. Laut Satzung mussten diesem Antrag auf geheime Wahl 10 % zustimmen. Nach Überprüfung dieser Fakten kam es zur Abstimmung, insgesamt 3/4 aller Delegiertenstimmen wurden zur Wahl benötigt - tatsächlich votierten aber mehr für die Wahl Schlyas. Die Gegenstimmen umfassten ungefähr das gesamte Kontingent der bayerischen Stimmen. Als erste Amtshandlung dankte Schlya Ernst Bedau für die fantastische Leitung des Bundeskongresses, dem dieser fast elf Stunden am Stück vorsaß. Nach dem Kongress übergab der neugewählte Präsident die traditionelle "Sitzungsglocke" an Diana Skibbe, die gemeinsam mit dem thüringischen Schachverband Gastgeberin des nächsten, 100. Bundeskongress in Zeulenroda 2009 sein wird. Weitere, wichtige Beschlüsse: Künftig gehört dem Präsidium ein dritter Vizepräsident an. Der Beschluss lautete: Bis zu drei Vizepräsidenten können gewählt werden. Den Platz des dritten Vizepräsidenten nahm der Berliner Dr. Matthias Kribben ein, der umgehend zum Stellvertreter des Präsidenten Robert Klaus von Weizsäcker bestimmt wurde.
Klaus-Jörg Lais

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