Ein paar Nachwörter zum LSBB-Kongress am 25.06.2011 in Forst

von Norbert Heymann

Liebe Schachfreunde,
nach der Veröffentlichung der Wertung des Kongresses aus der Sicht des Präsidiums halten wir es für angebracht, das Erlebnis in Forst aus der Sicht eines Vereins zu fassen. Zu folgenden Bemerkungen möchten wir uns äußern und sind auf die Meinung anderer Vereine oder Abteilungen gespannt:
1. Das äußere Erscheinungsbild im Saal lässt sicherlich zuerst einmal zu, dass da etwas nicht stimmen kann, wenn von 120 möglichen Stimmen 35 von ihrem Recht Gebrauch machen (der SCS Cottbus hatte kein Recht) wollen - wie gesagt, ein visueller Eindruck.
2. Wir vertreten die Auffassung, dass die Vereine über wichtige Zusammenhänge in den Schachgemeinden unterrichtet werden im Interesse der eigenen Entwicklung.
* was ist in Eberswalde bei Motor passiert?
* was hat sich bei der Abrechnung 2009 ereignet?
* wieso kam die Jugendmeisterschaft so ins Wanken und mit ihr die Arbeit des Jugendwartes?
* wieso äußert sich das Präsidium nicht zu den Ereignissen um die Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft der Senioren des Landes 2011 in Eberswalde, die Veranstaltung ist schließlich pflichtgemäß, auch wenn sie delegiert wurde. Und so könnte das weiterführt werden.
3. Es ist nicht länger zu unterstützen, dass sich das Präsidium seit Jahren gegenüber dem Schulschach als nicht verantwortlich abschottet. Eine Vereinbarung zwischen dem Bildungsministerium und dem LSBB mahnen wir dringend an. Es ist nicht zu verstehen, den Fundus Schule für unsere Entwicklung auszuklammern. Kann das Präsidium so etwas verantworten? Ein Schachleben beginnt mit 7 Jahren, wenn erfolgreich die ältere Generation beerbt werden soll.
4. So wie zu den Schülern verhält sich das Präsidium vom Prinzip her auch zu den Senioren. Durch die Gründung eines - das gesamte Land Brandenburg umfassend - Vereins e.V. wurde 1998 in Deutschland ein einmaliger Zustand geschaffen, mit dem der LSBB auch die zunehmende Wichtigkeit des Seniorenschachsports leider ausgegliedert und mit der Vereinbarung aus 2005 die Verantwortung an eine selbstständige juristische Einrichtung abgegeben hat. Die Rückführung der Verantwortung - wie auch immer - zum LSBB mit einem Referenten und einer Kommission bringt positive Entwicklung, nicht die Zersplitterung. Wir würden es begrüßen, wenn das Präsidium seine Verantwortung als Einheit betrachten würde, mit Schulschach, geordnetem Jugendschach, die Senioren wieder integrieren und letztlich ein Ohr für neue der Zeit entsprechender Methoden und Auffassungen aus den Erfahrungen der Vereine heraus zu haben. Dann ist die Zeit der verletzenden Anwürfe Vergangenheit und weicht einer achtungsvollen Zusammenarbeit.
Wolfgang Anlauf, SCS Cottbus

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