Eröffnung der Ausstellung “Emanuel Lasker – Die Lust am Denken” in Berlin
von Norbert Heymann
Unter dem Titel „Emanuel Lasker – Die Lust am Denken“ eröffnete die Emanuel Lasker Gesellschaft am 20. Oktober 2005 in Berlin eine einzigartige schachhistorische Ausstellung. Gegenstand der Ausstellung ist Leben und Werk Emanuel Laskers. Der Berliner Jude Emanuel Lasker (* 1868, † 1941) war nicht nur 27 Jahre lang – bisher einziger deutscher – Schachweltmeister. Der Schwager von Else Lasker-Schüler, Freund Albert Einsteins und Max Plancks war Doktor der Mathematik, Philosoph, Schriftsteller und Bühnenautor und eine der wichtigsten Persönlichkeiten des geistigen Lebens des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts. Die Lasker-Ausstellung konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die unterschiedlichen Facetten der Persönlichkeit Laskers und zeigt eine Vielzahl von Originalen, darunter Briefe, Textmanuskripte und Schachspiele. Ein Großteil der Exponate sind Leihgaben aus privater Hand, die nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung ist ein erster Schritt zur Gründung eines europäischen Schachzentrums in Berlin – eine internationale Begegnungsstätte für Schachspieler, Schachhistoriker, Spielforscher, Kulturwissenschaftler und Schachsammler. Für Besucher ist die Ausstellung ab dem 24. Oktober in den Räumen der Emanuel Lasker Gesellschaft, Leuschnerdamm 31, 10999 Berlin, geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Um telefonische Voranmeldung unter Tel. 030/22488858 wird gebeten.
Susanna Poldauf
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