Eveline Nünchert Deutsche Seniorenmeisterin
von Norbert Heymann
Gute Plätze für Teilnehmer des LSBB bzw. des LSSVB bei der 19. Offenen Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft in Templin/Uckermark
Die Liste der Schacherfolge von FIDE-Meisterin Eveline Nünchertvom USV Potsdam ist lang. Während der DDR-Zeit errang sie bekanntlich viele Meistertitel, vor allem im Blitzschach. Jetzt nahm die Potsdamerin erstmalig an der Offenen Deutschen Senioreneinzel-Meisterschaft teil, die bereits zum 19. Male ausgetragen wurde und diesmal in Templin, der „Perle der Uckermark“, stattfand. Eveline Nünchertspielte in der leistungsstarken A-Gruppe, die mit 122 Teilnehmern besetzt war und in der 14 FIDE-Meister starteten. In dem neunrundigen Turnier waren sechs Damen vertreten, die der Männerübermacht Paroli boten. Eveline Nünchertbelegte mit 5,5 Punkten und Platz 25 den besten Rang unter den Damen und errang damit den Titel einer Deutschen Seniorenmeisterin. Sie unterlag lediglich dem starken Russen Michail Bogorad. Mit ihr konnte sich ihre Mannschaftskameradin Heidrun Badefreuen, die hinter Vizemeisterin Lieselotte Janssenaus Leipzig den Bronzeplatz erkämpfte. Turniersieger wurde der Russe FMJefim Rotsteinmit 8 Zählern. Deutscher Seniorenmeister wurde der auf Rang zwei liegende Teilnehmer FM Manfred Böhnischvom SV Lok Leipzig Mitte mit 7 Punkten vor FM Willy Rosenvon den Sportfreunden Katernberg 1913 mit ebenfalls 7 Zählern. Unter den 122 Startern der A-Gruppe befanden sich auch 12 Teilnehmer des LSBB bzw. des LSSVB, die folgende Plätze belegten:
Rang Name, Vorname Verein Punkte
7 FM Reichenbach, Werner SK Zehlendorf 6,5
17 FM Walter, Günter SG Lok Brandenburg 6,0
25 FM Nünchert, Eveline USV Potsdam 5,5 / 38,0
26 Nietsch, Horst SG Weißensee 49 5,5 / 37,0
48 Jahr, Dieter SC Schwedt/O 5,0 / 36,5
49 Gohlke, Herbert SG Lok Brandenburg 5,0 / 36,0
63 Hoppe, Rainer SC Post Wedding 4,5
84 Fischer, Semen USV Potsdam 4,0 / 35,0
85 Bade, Heidrun USV Potsdam 4,0 / 36,0
89 Sprutta, Stefan ESV 1949 Eberswalde 4,0 / 32,0
92 Türtmann, Dieter ESV 1949 Eberswalde 4,0 / 29,5
100 Mühlhan, Klaus SC Empor Potsdam 1952 3,0
Die Plazierung sämtlicher Teilnehmer der A-Gruppe findet man u.a. auf der Homepage des LSSVB unter www.seniorenschach-brandenburg.de. In der B-Gruppe mit 83 Teilnehmern siegte überlegen Georg Schuler vom SV Balingen mit 8 Punkten Unter den 83 Startern der B-Gruppe befanden sich auch 8 Teilnehmer des LSBB bzw. des LSSVB, die folgende Plätze belegten:
Rang Name, Vorname Verein Punkte
4 Grabara, Manfred SC Schwante 6,5
10 Dr. Augustat, Siegfried USV Potsdam 6,0
19 Gensch, Manfred BSV-KW Jänschwalde 5,5 / 39,0
21 Kolkwitz, Klaus ESV 1949 Eberswalde 5,5 / 37,5
24 Kohl, Kurt SC Friesen Lichtenberg 5,0
34 Modrow, Reinert ESV 1949 Eberswalde 4,5 / 41,5
40 Anker, Dieter SKV Bad Freienwalde/O 4,5 / 38,5
Eigentlich gebührt Manfred Grabarader Bronzeplatz, denn der auf Rang zwei liegende 53jährige Thomas Bertramspielte außer Konkurrenz mit. Bezüglich der Plazierung sämtlicher Teilnehmer der B-Gruppe, in der übrigens zehn Damen vertreten waren, siehe ebenfalls unter www.seniorenschach-br a ndenburg.de Bei einigen Rahmenturnieren gab es folgende Ergebnisse: Im siebenrundigen Schnellschachturnier mit 36 Teilnehmern siegte FMDr. Reinhard Zunkermit 6 Punkten vor Hans-Joachim Neeseund FMWerner Reichenbach(beide je 5,5 Zähler). Beim 11rundigen Blitzturnier mit ebenfalls 36 Startern siegte FMJefim Rotsteinvor FMDr. Reinhard Zunkerund Jakiv Podolny. Den Preisskat gewann Ottomar Roggenbach. Rahmenveranstaltungen wie Stadtführung, Wanderung durch die Buchheide oder eine Dampferfahrt wurden gern angenommen. Bei der Mitgliederwahlversammlung des Förderkreises der Senioren im DSB wurde das Präsidium einstimmig wiedergewählt. Während des Turniers konnten, insbesondere durch Aktivitäten des Schatzmeisters Klaus Gohde, weitere Mitglieder für den Förderkreis gewonnen werden. Durch den geringen Jahresmitgliedsbeitrag von nur 20,- EUR kann vielen Schachfreunden mit geringem Einkommen die Turnierteilnahme ermöglicht werden. 22 Templin-Starter kamen in den Genuß von Fördergeldern! Die Meisterschaft fand im Seehotel Templin statt und wurde vom Landessenioren-Schachverein Brandenburg e.V. unter der Federführung seines Vorsitzenden Karl-Heinz Langer ausgerichtet. Bei der Turniereröffnung richteten einige Persönlichkeiten Grußworte an die Teilnehmer, u.a. Schachfreund Jakob Daum im Namen des LSBB-Präsidenten Hilmar Krüger, und der Templiner Bürgermeister Ulrich Schoeneich, der die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hatte. Die Senioren-Musikgruppe Templin erfreute die Teilnehmer mit ihren Instrumenten und Gesang. Auch bei der Siegerehrung war der Bürgermeister dabei und gratulierte den Siegern und Plazierten ebenso wie der Seniorenreferent des DSB, Schachfreund Klaus Gohde, und der Leiter des Organisationskomitees, Schachfreund Karl-Heinz Langer. Allen Organisatoren, den Schiedsrichtern Albrecht Beer und Klaus Trautmann sowie weiteren Helfern wurde durch FM Willy Rosen der herzliche Dank im Namen der Turnierteilnehmer ausgesprochen, der allerdings auch kritische Worte wegen der großen Enge im Turniersaal und der damit verbundenen „dicken Luft“ sagte. Zum Schluß sei daran erinnert, daß wir Brandenburger bereits vor zehn Jahren Ausrichter einer Deutschen Seniorenmeisterschaft waren. Damals organisierte der Landesschachbund Brandenburg e.V. (LSBB) die 6. Deutsche Senioren-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände. 30 Vierer-Mannschaften kämpften 1997 in unserer Landeshauptstadt Potsdam um den Titel, den Nordrhein-Westfalen knapp vor Baden gewann. Das beste der beiden Brandenburgischen Teams, seinerzeit unter der Bezeichnung Brandenburg II „versteckt“, erkämpfte sich in diesem Turnier Rang sieben. Karl-Heinz Langer. Zu seinem Geburtstag am 16. Oktober sei ihm im Namen seiner zahlreichen Schachfreunde auch an dieser Stelle gratuliert, verbunden mit den besten Wünschen für Gesundheit und Schaffenskraft sowie Freude und Genugtuung bei der Erfüllung seiner vielen Aufgaben, denen er sich insbesondere zum Wohle des Seniorenschachs unermüdlich stellt! Dr. Siegfried Augustat
16 .10.: Jüngster Mannschaftsleiter Deutschlands?
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