Lübbenau rief - und die Jungschachspieler kamen

von Norbert Heymann

Auch in diesem Jahr schrieb der Landesschachbund Brandenburg die bei Schülern, Trainern und Übungsleitern beliebte Schulschach-Mannschaftsmeisterschaft des Landes Brandenburg für den 5.März 2011 aus. Die Organisation dieser Veranstaltung übernahm das Kollektiv der SSG Spreewaldschach Lübbenau unter Leitung ihres Vorsitzenden Horst Schinagl. Sein Stab, im Schwerpunkt bestehend aus schachinteressierten Familienmitgliedern; sowie Eltern, die ihre Kinder schon langjährig in dieser Sportart unterstützen, bildete das Rückgrat dieser Veranstaltung. Die Räume stellte dankenswerterweise das Paul-Fahlisch-Gymnasium Lübbenau zur Verfügung. So trafen sich am o.g. Datum 61 Mannschaften aus dem gesamten Land Brandenburg um in fünf Wettkampfklassen um den jeweiligen Pokal und die dazugehörigen Medaillen zu kämpfen. Die jüngste Wettkampfklasse G der Schuljahre 1 bis 4 war mit 22 Mannschaften besetzt, die nachfolgende Wettkampfklasse 4 der Schuljahre 5 und 6 mit 14 Mannschaften und die weitere Wettkampfklasse 3 (Schuljahre 7 und 8) mit 18 Mannschaften. Mit nur insgesamt 7 Mannschaften bildeten die Wettkampfklassen 2 und 1, sowie eine Mädchenmannschaft die Nachhut. Diese bildeten dann eine gemeinsame Spielgruppe, die gesondert ausgewertet wurde. Da nicht alle Mannschaften die angestrebte Meldedisziplin einhielten, sondern einige auf gut Glück anreisten, führte dies zu erheblichen Verzögerungen bis zum Turnierbeginn. Der Spielmodus sah 7 Runden vor, bei einer Spielzeit von 15 Minuten je Runde und Spieler. Zu den Mannschaften der Wettkampfklasse G gehörte auch eine junge Mannschaft aus Guben. Bei der Gubener Mannschaft aus der Corona-Schröter-GS, ursprünglich für die Wettkampfklasse 4 gemeldet, änderte sich durch den Ausfall unseres ältesten Spielers Felix Kämeling am Brett 1 wegen Grippe die Altersstruktur. Damit konnten wir in der Gruppe G mitspielen und wurden mit der Startnummer 20 eingereiht. Unsere Mannschaft, jetzt bestehend aus den Schachfreunden Jonas Nguyen Anh am Brett 1, Phillip Gehrke am Brett 2, Moritz Nitschke am Brett 3, sowie dem Ersatzspieler Lionel Geilich am Brett 4 arbeitete sich bei einem aufregenden Auf und Ab und mit etwas Losglück bis auf den Platz 10 vor. Keiner unserer jungen Spieler fuhr mit leeren Händen zurück. Jonas verzeichnete 4,5 Punkte, ebenso Lionel, Phillip konnte 4 Punkte sichern und selbst Moritz aus der 2. Klasse registrierte 3 Punkte. Das bedeutete 50 % aller möglichen Mannschaftspunkte, reichte aber bei weitem nicht für die begehrten Medaillenplätze. Diese mussten wir in der Wettkampfklasse G der Schule aus Schönwalde, der GS Schönfließ in Eisenhüttenstadt und der Eisenhart-Schule in Potsdam überlassen. Für eine Stellungnahme zu den anderen Wettkampfklassen sind wir mangels Unterlagen nicht autorisiert. Trotzdem war unsere Freude über das erreichte Ergebnis nicht gering, zeigte es doch, dass wir im Kreis der Jugend- und Schülermannschaften mithalten können. Das war dann auch ein Grund zum Feiern in einem bei Kindern beliebten „Fress-Tempel“ nahe der Lübbenauer Autobahn-Auffahrt. Hier traf sich ein Großteil der teilnehmenden Mannschaften wieder und feierte oder betrauerte das jeweilige Ergebnis. Aufgekratzt, aber müde, landeten wir dann wieder in unserer Heimatstadt und nahmen uns vor, uns noch weiter zu verbessern. Mal sehn, ob wir diesen guten Vorsatz einhalten.
Werner Schulz, AG-Leiter Corona-Schröter-GS Guben

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 9 und 6.