PC-Rundfunkgebühr belastet Vereine
von Norbert Heymann
Der Bundesverband deutscher Vereine & Verbände e.V. (bdvv) macht in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass die ab Januar 2007 zu entrichtende Rundfunkgebühr für internetfähige Computer und Handys nicht nur Unternehmen und Selbständige, sondern auch die über 500.000 deutschen Vereine und Verbände zusätzlich belasten wird. Für die Mehrzahl der eingetragenen Vereine und Verbände, so der bdvv, wird es ab Januar 2007 teurer: auch ihnen würden künftig Rundfunkgebühren abverlangt. Wenn der Verein dezentral organisiert ist und die Vereinsarbeit von mehreren Mitgliedern oder Vereinsbeauftragten per PC erledigt wird, sogar mehrfach. Beispielsweise würde ein Kassenwart, der seinen privaten PC zur Übermittlung steuerrelevanter Vereinsdaten an das Finanzamt und damit „nicht mehr nur ausschließlich privat“ nutzt, zur GEZ-Anmeldung und Zahlung der Rundfunkgebühren verpflichtet. Teuer kann es für Vereine auch werden, wenn sie mehrere „Betriebsstätten“ mit PCs, Notebooks oder UMTS-Handys betreiben oder mehrere „Zweigstellen“ unterhalten. Selbst Mitarbeiter oder Mitglieder, die ihren privaten PC „nicht nur ausschließlich“ privat nutzen, müssen diesen anmelden und entsprechende Gebühren entrichten. „Es kann nicht sein, dass ehrenamtliche Vereinstätigkeit damit bestraft würde, dass Vereine monatlich 5,52 EUR, möglicherweise sogar pro PC, bezahlen müssen“, protestiert bdvv-Vorsitzender Peter Knuff. „Einerseits wird auch von Vereinen verlangt, dass sie ihre Steuererklärung online mit ihrem PC abgeben, andererseits werden sie ab Januar auch noch dafür zur Kasse gebeten“.
Quelle: Brandenburgisches Sport-Journal 10 & 11/2006 des Landessportbundes Brandenburg
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