Vereinsmeister gekürt

von Norbert Heymann

Zum Leben eines Schachvereins gehören Vereinsmeisterschaften wie das Salz in der Suppe. Der Schachclub Oranienburg hat es im Jahr 2010 nicht bei einer Meisterschaft belassen, sondern im Zeitraum Februar bis Dezember gleich vier organisiert und durchgeführt: Vereinsmeisterschaften im Normalschach mit integrierter Vereinsmeisterschaft der Senioren, im Schnellschach (15 min.) und im Blitzschach (5 min). Den höchsten Stellenwert hat natürlich die DWZ-gewertete Vereinsmeisterschaft im Normalschach. Seit Februar wurde mit Ausnahme einer Sommerpause monatlich eine Runde gespielt. Ein paar mal hätte der von Anfang führende Dr. Thomas Melerowicz noch eingeholt werden können, auch noch in der Schlußrunde, aber keinem seiner Mitbewerber um den Titel gelang das. So gewann T. Melerowicz ziemlich souverän mit 7 Punkten aus neun Partien. Als einziger verlor er nicht, fünfmal gewann er, viermal spielte er Remis. Damit ließ er gleich fünf höher dotierte Vereinskollegen hinter sich. Auch die nächst Plazierten U. Stegemann (6,5 Punkte), Dr. V. Peter und B. Rast (je 6 Punkte) verbesserten sich im Vergleich zu ihrer Startposition erheblich und das vor allem, weil sie sich in der Schlußrunde alle drei gegen nominell stärkere Gegner durchsetzten. Wie immer fand besonderes Interesse, wenn „Kleine“ oder „Mittlere“ gegen Vereinsgrößen gewannen oder nicht verloren. Und das passierte in diesem Meisterschaftsjahrgang zur Freude der Einen und zum Ärger der Anderen besonders oft. Unter den insgesamt 23 Teilnehmern belegten mit je 5,5 Punkten E. Ellenberg, St. Kayser, G. Großmann und, überraschend von einer hinteren Startposition aus, V. Dubrovin die Plätze fünf bis acht. Bester Ü 60er und damit Vereinsmeister der Senioren wurde Dr. V. Peter vor G. Großmann und I. Disterheft. Auf den Plätzen vier bis sechs folgen K.H. Kaufmann, B. Roquette und P. Mutschmann. Die Schnellschachmeisterschaft wurde in sechs jeweils fünfrundigen Turnieren ausgetragen, von denen vier in die Wertung kamen. Hier führte bis zur abschließenden Runde C. Schwenteck, der auf der Zielgeraden jedoch noch von U. Stegemann abgefangen und auf Platz zwei verwiesen wurde. Dritter wurde E. Ellenberg. Auf den Plätzen vier bis sechs folgen H. Oelmann, St. Kayser und G. Großmann. Die Blitzmeisterschaft wurde im Ergebnis monatlicher Turniere entschieden. Von den zwölf gespielten Turnieren kamen acht in die Wertung. Hier setzte sich E. Ellenberg vor G. Billing und St. Kayser durch. Auf die Plätze vier bis sechs kamen C. Schwenteck, U. Stegemann und G. Großmann.
Dr. Volkhard Peter

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